Initiative Green Motion macht deutsche Filme und Serien ökologischer

Green Motion macht Filme und Serien umweltfreundlicher.

Auch bei der Herstellung von Filmen und Serien wird klimaschädliches CO₂ verursacht. Damit die Content-Produktion nachhaltiger wird, hat sich die Branche jedoch nun freiwillig ökologische Mindeststandards auferlegt.

Vorangetrieben hat die Entwicklung der neuen Umwelt-Richtlinien für nachhaltiges Filmen die MFG Baden-Württemberg mit ihrem Arbeitskreis Green Shooting. Verfolgt wird das Ziel, dass Filme in Deutschland eine ganze Reihe an Umweltkriterien erfüllen und ein großer Teil der CO₂-Emissionen vermieden wird.

Klimafreundlichere Unterhaltung

Der Arbeitskreis hat nach eigenen Angaben 2020 und 2021 bereits mehrere deutsche Serien und Daily Soaps auf eine klimafreundlichere Produktionsweise umgestellt, darunter neben verschiedenen „Tatort“-Folgen auch Produktionen wie „Babylon Berlin“, „Soko Köln“ oder die Serie „Der Schwarm“.

Im Zuge der Initiative hat sich ein breites Bündnis aus Vertretern der deutschen Film-, TV- und Video-Branche verpflichtet, einen großen Teil ihrer Filme und Serien klima- und ressourcenschonend herzustellen.

Green Motion: Ökologische Mindeststandards

Bei den ökologischen Mindeststandards gibt es 21 obligatorische Vorgaben. Dazu gehört etwa der Wechsel zu zertifiziertem Ökostrom, Verzicht auf Dieselgeneratoren, der Einsatz von Mehrwerg-Geschirr, die Verwendung aufladbarer Akkus statt Einwegbatterien, die verstärkte Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder die Unterbringung der Filmcrews in umweltfreundlichen Unterkünften.

Die Mindeststandards hat Green Shooting in Zusammenarbeit mit der Filmschaffenden-Initiative Changemakers.film und mit wissenschaftlicher Begleitung erarbeitet.

CO₂-Rechner für Filmproduktionen

Außerdem soll bei Produktionen ein Nachhaltigkeitsexperte („Green Consultant“) hinzugezogen werden. Überdies steht ein CO₂-Rechner zur Verfügung, den die MFG gemeinsam mit dem SWR und KlimAktiv speziell für Film- und TV-Produktionen entwickelt hat.